Fahrradtour auf Fuerteventura

Aktuell: momentan Sitze ich in Mindelo auf den Kapverden. Auf dem Boot warten wir gerade auf eine Reparatur und so habe ich ein bisschen Zeit übrig um mal einen neuen Bericht zu schreiben.

Weil mein Laptop seinen Geist aufgegeben hat muss ich nun auf mein Handy umsteigen. Das bedeutet, dass ich meine Fotos leider nicht mehr bearbeiten kann, ihr also nicht mehr ganz die beste Qualität bekommt. Abgesehen davon habe ich beschlossen mich von den wöchentlichen Beiträgen zu verabschieden, sondern immer dann was schreiben wenn ich Lust habe und es was Neues zu berichten gibt.


Neu hier? Hier gebe ich eine Übersicht über meine Reise.


Nachdem ich eine Weile auf Lanzarote auf dem Boot gelebt hat war für mich klar, dass ich die anderen Inseln sehen wollte. Die erste Insel, in Sichtweite von Lanzarote, ist Fuerteventura. Die Insel ist ca. 100km lang, zwischen 10-50km breit und die am dünnsten besiedelte Insel der Kanaren. Mein Plan war es, in Corralejo, wo ich mit der Fähre ankam ein Fahrrad zu mieten und damit die Insel zu erkunden.

Corralejo ist eine kleine Stadt im Norden der Insel, zwar auch sehr touristisch geprägt, dafür aber authentischer als Playa Blanca auf Lanzarote. Da ich Abends ankam hatte der Fahrradverleih schon zu und ich beschloss am Strand zu schlafen. Der riesige Strand im Süden der Stadt ist bei Wind und Kitesurfern sehr beliebt, aber nachts total einsam, weswegen ich keine Bedenken hatte zwischen den Dünen zu schlafen. Einzige Sorge war, dass mich irgendein Polizist nervt, denn wild campen ist grundsätzlich verboten.

Nachdem ich die erste Nacht unterm Sternenhimmel verbracht habe, ging es am nächsten Morgen für mich zum Verleih. Für 7€/Tag mietete ich ein Fahrrad für eine Woche. Der freundliche Ladenbesitzer gab mir auch noch Helm sowie Flickzeug mit auf den Weg.

Nachdem ich ordentlich Proviant eingekauft habe machte ich mich auf den Weg Richtung Westen entlang der Küste. Ich hatte keine Ahnung wo es hin ging, aber ich wollte mich einfach treiben lassen und schauen wo ich lande. So ging es für mich erst auf einer Straße und dann auf einer Schotter Piste immer entlang der Küste. Einziger Verkehr waren viele Surfer mit ihren Hippiebussen die auf dem Weg zu den abgelegenen Stränden waren.

Gegen Abend erreichte machte ich an einer Steilküste halt und richtete mich für die Nacht ein. Belohnt wurde ich für meine harten Anstrengungen am Tag mit einem wunderschönen Sonnenuntergang am Abend. Ich war nun in der völligen Pampa und musste mir sicher keine Sorgen mehr machen, dass mich hier irgendein Polizist anmault 😂.

Die Nacht war leider nicht so toll, denn erst fing es an zu nieseln, ich stand also auf um mein außen Zelt auf zu bauen, dann fing es draußen an zu stürmen, ich wachte also wieder auf um das Außen Zelt zu sichern, und dann war meine Isomatte platt, ich musste sie mehrmals in der Nacht aufpusten.

Am nächsten Tag ging es wieder ziellos weiter durch die Mondlandschaft. Die Schotterpiste verlor sich irgendwann, so dass ich nur noch quer Feld ein fuhr. Wegen meinen Problemen mit meiner Isomatte beschloss ich mir einen couchsurfer zu suchen, bei dem ich die nach bleiben konnte.

So landete ich also bei Christian in Costa Calma. Christian ist Tätowierer und hatte gerade Besuch von einem deutschen Kumpel.

Am nächsten Tag wollten wir mit zwei weiteren Freunden wandern gehen. Bisher dachte ich es sähe überall gleich aus, umso überraschter war wir dann in einer atemberaubend schönen Schlucht gelandet sind, die uns sogar ein Erfrischungsbad erlaubte.

Als der Nachmittag ein Ende nahm wollten wir uns auf den Rückweg machen, diesmal aber über einen Berg, denn zwei mal den gleichen Weg zu gehen ist ja langweilig. Allerdings fing ich mir auf halber Strecke an sorgen zu machen, denn der Berg schien höher und schwieriger als erwartet, und die Sonne war schon am untergehen. Eine Weile später entschloss ich mich dazu zurück zu gehen, was zu ein wenig Spannung in der Gruppe führte, denn Christian war sich sicher, dass der Weg vor uns kürzer sei. Ich wollte das Risiko nicht eingehen und machte mich mit zwei anderen auf den Rückweg. Im Endeffekt sind wir alle heile am Auto angekommen 👍

Zurück in Costa Calma machte ich mich auf den Weg nach Morro Jable im Süden der Insel. Dort wollte ich mit Björn, den ich über Facebook kennen gelernt habe, Silvester feiern. Wir hatten einen tollen Abend, und mein Plan 2 Tage zu bleiben endete mit 4 Tagen in Björns Gastfreundschaft.

A

m Ende habe ich noch den höchsten Berg der Insel bestiegen. Um bei Sonnenaufgang oben zu sein musste ich um 4 los gehen um die 800hm rechtzeitig zurück zu legen.

Die letzte Nacht verbrachte ich noch mal bei einem couchsurfer in Corralejo, wo ich mein Fahrrad zurück geben musste, bevor es mit der Fähre weiter nach Gran Canaria ging. Davon könnt ihr dann im nächsten Beitrag lesen 🙂.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.