Gran Canaria und Teneriffa

Nachdem ich eine Weile auf Fuerteventura war stellte ich fest, dass die Zeit langsam ablief bevor ich wieder zurück auf dem Boot sein sollte.

Die nächst Insel in der Reihe ist Gran Canaria. Dort erreichte ich am späten Nachmittag mit der Fähre die Hauptstadt Las Palmas. Weil die Stadt relativ groß ist und ich mich nicht aus kannte suchte ich mir ein Hostel. Das tropical hatte 4,9 Sterne auf Maps, also dachte ich mir es kann nicht allzu schlecht sein.

Wie sich herausstellte wurden gerade die heiligen drei Könige gefeiert was hieß, dass die ganze Stadt gerade auf den Beinen war. Dieser Feiertag hat in Spanien viel mehr Bedeutung als Weihnachten und so war ich bis spät in die Nacht mit neuen Freunden aus dem Hostel unterwegs.

Am nächsten Tag verabredete ich mich mit nem deutschen couchsurfer der Longboard-Lessons anbot und so kurvten wir ein bisschen durch die Küstengegend.

Später am Mittag schloss ich mich spontan meinen Freunden aus dem Hostel an und bin ab zum Strand. Dort hatte ich dann spontan meine erste Surfstunde und ich war super überrascht wie schnell ich auf dem Board stand. Schon nach wenigen Minuten konnte ich weiße Wellen Surfen. Allerdings war das Wasser ohne neo ziemlich kalt, so dass der Spaß relativ schnell wieder endete.

Am nächsten Tag war ich schon wieder mit couchsurfern unterwegs. Eine Dame hatte eine Wanderung organisiert und es bildete sich eine Gruppe von insgesamt 15 Personen die sich zusammen in Las Palmas auf den Weg in den Westen der Insel machte. Dort ist die Küste sehr steil und die Straßen Winden sich besorgniserregend durch den Fels.

Erste Stopp war ein Wasserfall der leider ziemlich ausgetrocknet war.

Die ganze Gruppe macht Pause an einem trockenen Wassersfall

Als nächstes sollte es zu einem anderen wanderspot gehen. Allerdings wurde die Straße immer schlechter bis wir irgendwann an einer Stelle gelandet sind wo die Straße abgerutscht ist. Da ging es also nicht weiter

Hoffentlich kommt jetzt kein Gegenverkehr

In der Mitte sieht man, dass die Straße abgerutscht ist.

Statt dessen beschlossen wir natürliche Pools zu besuchen die von den gezeiten immer wieder überspült werden.

Hier bin ich aus versehen auf etwas spitzes getreten und ich musste mir ein Stück Haut amputieren.

Diesen Abend wollte ich an einem kleinen Strand im Hafen von Las Palmas schlafen. Dort residierten schon ein paar Boathiker die auf der Suche nach Booten waren. Allerdings war die Nacht ziemlich anstrengend denn ich wurde von einem geistig leicht verwirrten Typen die ganze Nacht genervt. Der Man wollte nichts Böses, hatte aber irgendwie ziemlich Gesprächsbedarf, was ich grundsätzlich cool finde, jedoch nicht in der Mitte der Nacht, wenn er einen aufweckt um sich zu unterhalten 😂.

Ich war also nicht besonders traurig nur eine Nacht am Strand zu bleiben, denn am nächsten Morgen traf ich mich mit Ruben, den ich bei Christian kennen gelernt habe. Mit ihm wollte ich die letzten Tage auf GC verbringen. Erste Ziel war eine abgelegene Gegend in der Mitte der Insel wo wir wandern wollten. Hier hatte er überlegt ein Grundstück zu kaufen um sein eigenes Obst anzubauen.

GC ist sehr viel grüner als Lanzarote und Fuerteventura

Abends belohnte Ruben uns mit diversen Delikatessen und Obst und Gemüse, dass von seiner Oma angebaut ist.

Den nächsten Tag verzichteten wir auf große Aktionen und sind im Park im die Ecke mit Freunden von Ruben klettern gegangen.

Um den letzten vollen Tag optimal zu nutzen wollten wir noch mal wandern gehen. Diesmal im trockenen Süden der Insel. Im Tal angekommen wollten wir querfeldein eine Bergkette erklimmen. Allerdings sind wir nur schwer vorwärts gekommen, so das wir uns auf den Rückweg machen wollten, wobei wir aus versehen auf einem privaten Grundstück gelandet sind. Der Besitzer war überhaupt nicht erfreut und verscheuchte uns mit wilden Armbewegungen. Die Tatsache das Ruben vorher noch erzählte, dass mal auf ihn geschossen wurde als er auf einem fremden Grundstück wanderte beruhigte mich nicht wirklich. Die geografische Lage erlaubte es uns nur nach oben zu fliehen und so bestiegen wir letztendlich doch die Bergkette. Oben angekommen wurden wir dafür mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Wir waren inzwischen so in Stimmung, dass wir beschlossen die noch höher gelegenen Höhlen zu erkunden.

Dort fand Ruben dann eine ominöse Kiste, die sich als sein erster geocache herausstellte.

Leider war meine Zeit auf Gran Canaria damit auch zu Ende, denn ich hatte nur noch 5 Tage und wollte noch Teneriffa besichtigen.

Leider habe ich von Teneriffa nur die Fotos die ich mit meinem Handy gemacht habe, denn die restlichen Fotos liegen mehr oder weniger unzugänglich auf meiner Festplatte rum, weswegen ich hier nur kurz Berichte werde.

Auf Teneriffa wolle ich Chris besuchen. Chris lebte im Süden der Insel in Höhlen, ist jedoch kürzlich in den Wald im Norden gezogen. Mit Chris war ich seid ein paar Jahren auf Facebook befreundet. Keine Ahnung wie wir aufeinander gestoßen sind. Auf jeden Fall wusste ich von seinem Alternativen Lebensstil und wollte ihn mal persönlich kennen lernen.

Auf meinem Weg in das Waldstück begegnete ich ihn zufällig auf der Straße und begleitete ihn und seinen Freund beim Einkaufen und Schilf Fällen. Das Schilf benutzt Chris um seine neu gebaute Hütte zu isolieren. Bei Chris und seiner community blieb ich ein paar Tage. Das Leben dort war sehr interessant und ich wäre gerne länger geblieben, allerdings wollte ich noch den Teide besteigen.

Für die Besteigung der letzten 100m Brauch man ein permit, das leider schon Monate vorher ausgebucht ist. Einzige Möglichkeit den kompletten Berg trotzdem zu besteigen ist es vor der ersten Seilbahn oben zu sein, denn dann ist der Wärter noch nicht da und das Tor steht einfach offen.

So machte ich mich per Anhalter auf den Weg zum Fuße des großen Berges. Abends kam ich auf ca. 2200m an und errichtete mein bisher kältestes Nachtlager. Im sternklaren Himmel kühlte es nach Sonnenuntergang sehr schnell ab. Nachts um 2 klingelte mich mein Wecker. Leider fiel Frühstück mehr oder weniger aus, denn alles was essbar war war nun gefroren. Einzig Erdnüsse scheinen Kälteresistent zu sein.

Mit hungrigen Magen machte ich mich also auf den Weg die 1500 Höhenmeter anzugehen. Nach einigen Stunden erreichte ich eine Hütte auf halber Strecke. Dort kann man auch übernachten wenn man früh genug bucht – was ich natürlich nicht getan habe. Allerdings erwartete ich, dass ich dort meine Hände ein bisschen Aufwärmen könnte. Allerdings waren dort Wärter positioniert die niemanden rein ließen. Pustekuchen also mit dem Aufwärmen. Genervt machte ich mich also weiter den Rest zu besteigen. Halbe Stunde vor Sonnenaufgang erreichte ich die Spitze auf 3718 Metern. Die Wettervorhersage errechnete -16 grad für den Morgen, obwohl ich bezweifele, dass es tatsächlich so kalt war.

Das war es fürs erste mit den Kanarischen Inseln. Momentan sitze ich in der Karibik und werde morgen nach Panama aufbrechen. Wie meine Atlantiküberquerung war könnt ihr im nächsten Bericht lesen ☺

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